November 16th, 2007 by Tanis

Für mich als ehemaliger Game Master ist es einfach wunderschön, dass jetzt die Betrugsbestimmungen von Blizzard verändert wurden. Endlich bekommen auch die auf den Sack, die bisher glimpflich davon kamen. So gab es früher den Fall, dass Accounts, die gehackt und regelrecht leergeräumt, nicht weiter verfolgt wurden. Damals hat der Spieler nur ein Standartset an Gegenständen als Ausgleich bekommen, selbst wenn man wußte, wer der neue Nutznießer der Items und des Goldes war. Das ist jetzt anders!

So man davon ausgehen kann, dass der Accountbesitzer keine Schuld daran hat, dass ihm etwas abhanden gekommen ist, wird Blizzard aktiv. Jetzt geht es also den Klaubrüdern an den Kragen und der, der sich an anderen Spielern oder gar Accounts bereichert hat, wird verwarnt. Bei wiederholtem Verstoß bzw. Betrug kann das auch zu temporären Spielpausen führen. Ob es eine Accountsperrung nach sich zieht, ist leider noch nicht ersichtlich.

Mehr dazu gibts im offiziellen Blizzard Forum nachzulesen. Wenn ihr mich fragt, eindeutig ein Schritt in die richtige Richtung. Es geht einfach nicht, dass einige wenige Spieler den Spielspaß Anderer unbehelligt kaputt machen können.

Grüße
Sebastian

November 13th, 2007 by Tanis

Es ist ja allgemein bekannt, dass Game Master in ihrer Privatzeit für das Spielen von World of Warcraft keine zusätzlichen Kosten haben, ein jeder Game Master (und sicher auch andere Mitarbeiter von Blizzard) bekommen freien Zugang zum Spiel selbst. Sogar zwei Freunde kann man damit beschenken und das für ein viertel Jahrhundert. Dieses Geschenk, was Blizzard seinen Mitarbeitern macht, verliert jedoch seine Gültigkeit, sobald man nicht mehr Teil der Blizzard-Familie ist. So mußte ich gestern feststellen, dass meine freie Spielzeit ein jähes Ende gefunden hat und auch die Accounts, die ich an Freunde weitergegeben habe, abgelaufen sind.

Klar, dass ich heute gleich mal im Billing-Support von Blizzard angerufen habe um mich nochmal zu vergwissen, ob dem wirklich so ist und siehe da, es ist kein Fehler, sondern gewollt. “Its not a Bug, its a Feature!” Das wird für viele Ex-Mitarbeiter und deren Freunde ein böses Erwachen sein, denn nun heißt es bezahlen. Schade, dass aus den 25 Jahren nichts geworden ist, aber man will sich ja auch nicht beschweren, denn fast drei Jahre umsonst spielen ist ja auch schon mal was.

Für mich stellt sich nun die Frage, ob ich den Account wieder entfroste, oder ob ich ihn erstmal in diesem Zustand lasse. Gleichzeitig könnt ich mich schlagen, hatte ich doch mal zwei 1-Jahres-Karten, aber diese sind auch schon weitergegeben. Genau der richtige Zeitpunkt, mit dem Spiel aufzuhören oder nur eine temporäre Pause? Mal sehen, wofür ich mich entscheide.

Grüße
Sebastian

November 12th, 2007 by Tanis

Auf Spiegel-Online kann man seit gestern Abend einen Artikel zum Thema Game Master und ihre Aufgaben bei der tagtäglichen Arbeit. Ich wills mal so sagen, ich bin nicht ganz unschuldig an dem Text, aber eigentlich war das für die Aktuelle GEE gedacht. Nun wurde es wohl auch noch mal im Spiegel aufgegriffen, was natürlich für eine noch größere Verbreitung sorgt. Viel Spaß beim Lesen jedenfalls und wer es nochmal in gedruckter Version haben will, sollte sich die aktuelle Ausgabe der GEE kaufen.

September 10th, 2007 by Tanis

Namen sind Schall und Rauch … jedenfalls am Anfang, doch im Laufe des Spieles sieht man andere Spieler mit richtig guten und vor allem passenden Namen und man grübelt vielleicht doch ein wenig, ob es nicht schöner wäre, einen anderen Namen für den Charakter zu haben. Gerade auf Rollenspielservern wird viel wert auf wohlklingende Namen gelegt. In meinem Fall hatte ich Glück, die Namen die wollte, waren noch verfügbar, aber oftmals ist es so, dass man auf etwas abstrakte Schreibweisen auchweichen muß. Nun aber zum eigentlichen Thema, der Namensänderung.

Namen werden grundsätzlich nur dann geändert, wenn andere Spieler den Namen per Ticket an Blizzard melden und auch nur dann, wenn dieser unpassend ist bzw. gegen die Namensrichtlinien verstößt. So sollte ein “Feuermelder” auf einem RP-Server oder ein “SexyBitch” auf einem anderen Server durchaus geändert werden. Wichtig hierbei, bei Verstößen gegen die Namenspolicy wird man eine Verwarnung erhalten, das geht auf jeden Fall mit der Namensänderung einher.

Was nun unangemessen ist, darüber lässt sich in einigen Fällen sicher streiten und manchmal wird der Game Master durchaus dieselbe Sichtweise haben wie der Spieler, der den Namen geändert haben will. Klar sollte nur sein, dass die Game Master nicht die Aufgabe haben, im Nachhinein Veränderungen am Charakter, wozu auch der Name zählt, vorzunehmen. Ihr solltet jedenfalls einen triftigen Grund haben, wenn ihr euch mit dem Änderungswunsch an einen Game Master wendet.

Grüße
Sebastian

August 23rd, 2007 by Tanis

Pünklich zur Games Convention sucht Blizzard wieder deutschsprachige Game Master. Wer zur Games Convention fährt, sollte sich also überlegen, ob er sich vielleicht mal bei Blizzard vorstellen will, möglich sind auch andere Jobs als die des Game Masters, z.B. Customer & Billing Support oder auch Game Tester. Lebenslauf und Bewerbungsschreiben solltet ihr dann aber auf jeden Fall mit einpacken, damit ihr eure Unterlagen vor Ort abgeben könnt.

Mehr zu den Jobs bei Blizzard findet ihr unter diesem Link.

Grüße
Sebastian

August 22nd, 2007 by Tanis

Vielen von euch ist das sicher schon mal passiert, der Raidleader hat Plündermeister an und weist einen Gegenstand falsch zu. Da ist das Geschreih ganz schnell ganz groß, war es Absicht oder wirklich verklickt? Das stellt sich spätestens dann heraus, wenn sich die Leute ganz schnell aus dem Staub machen oder nicht weiter auf die Fragen der falschen Zuweisung eingehen.

Hier komme ich auch schon mal zum Punkt des Ganzem, eine Umverteilung des Loots ist grundsätzlich möglich, doch diese muß zeitnah per GM-Ticket angefragt werden und beide Parteien, der (fälschliche) Besitzer und derjenige, der es eigentlich bekommen sollte. Ist dies nicht der Fall, dann wird auch kein Loot umverteilt. Im Grunde reicht es immer, wenn sich der Plündermeister oder eine der beiden Parteien meldet, die Game Master werden dann alle drei Beteiligten ansprechen und im Falle der Einigung den Loot umverteilen.

Fast ähnlich läuft es übrigens dann ab, wenn man ausversehen die falsche Questbelohnung ausgewählt hat und nun eigentlich doch den Ring mit dem Bonus auf Heilen habenwill. Dies muß innerhalb von 24 Stunden bei den GMs eingehen und hierfür wird eine einmalige Wiederherstellung aufgebraucht, im Falle des falschen Zuteilens von Loot muß diese übrigens der Plündermeister “bezahlen”.

Grüße
Sebastian

Juli 30th, 2007 by Tanis

Jeder hat es schon mal selbst erfahren dürfen oder zumindest im Chat gelesen, da gibt Unstimmigkeiten zwischen zwei oder mehreren Spielern und schon gehts ab. Da fliegen Worte und Begriffe durch den Chat und ehe man sich versieht, geht die Ticketschreiberei los. Man sollte sich vorher aber immer fragen, ob es dies wirklich wert ist oder ob man sich besser erstmal beruhigt und dann weiter sieht.

Ich erinnere mich da an so manchen Fall, wo sich zwei Leute verbal aufs Dollste angeflamt hatten und dann letztendlich beide eine kurze Spielpause verordnet bekommen haben, denn nur weil der andere angefangen hat, ist man selbst vor Strafe nicht geschützt, wenn man ordentlich zurück beleidigt hat. Also immer erst abregen und überlegen, ob und wem es etwas bringt. In manchen Fällen ist eine Ermahnung durch einen Game Master aber sicher recht hilfreich, wie ich aus eigener Erfahrung berichten kann.

Letzendlich wird der Game Master auch keinen Spieler für unschöne Worte gänzlich aus dem Spiel ausschließen, also lasst euch sowas auch nicht von anderen Spielern verkaufen. Wo man auf jeden Fall die Initiative ergreifen sollte, auch wenn man nicht selber betroffen ist, sind pornografische, rassistische oder rechtsradikale Chateingaben, denn da hört der Spaß auf. Für sowas, und da kennt Blizzard keine Gnade, ist man einfach mal weg vom Fenster.

Grüße
Sebastian

Juli 27th, 2007 by Tanis

Eine weitere Frage, die sicher einige bewegt, ist die Frage zum Thema verlorene Gegenstände und Golderstattung. Dann gibt es da ja noch eine einmalige Wiederherstellung und so weiter. Grundsätzlich kann man erstmal sagen, dass sich die Chancen verbessern, umso früher man den Verlust bemerkt und meldet. Die magische Grenze liegt bei etwa einem Monat, alles was weiter zurück liegt, wird problematisch.

Wenn ich zum Beispiel einen mir sehr wichtigen Gegenstand verkauft oder gar zerstört habe, kann man einen Game Master darum bitten, diesen wiederherzustellen. Dieser muß dann überprüfen, ob ihr im Besitz dieses Gegenstandes gewesen seid (hier die 1-Monats-Grenze beachten) und dann nachsehen, wie der Gegenstand abhanden gekommen ist. Wurde er zum Beispiel verkauft, wird euch entsprechend das Geld dafür, was ihr beim Händler bekommen habt, abgezogen. Wichtig hierbei ist auch zu wissen, dass man auch mehrere Gegenstände wiederhergestellt bekommen kann, diese müssen aber in einem “Abwasch” abhanden gekommen sein.

Wenn ihr versucht, mit dieser Wiederherstellung einen gebundenen Gegenstand wieder zu “entbinden” um ihn dann für viel Gold weiterzuverkaufen, dann muß ich euch enttäuschen. Die Game Master werden grundsätzlich darauf bestehen, dass ihr die Sachen vor ihren Augen anzieht. Dies soll verhindern, dass Spieler zum Beispiel eine Krollklinge über 20 Level benutzen und diese dann, wenn sie zu schwach geworden ist, wieder zu Geld machen (jedenfalls mehr als der NPC dafür rausrücken würde).

Was Gold angeht, so wird dieses nie erstattet oder wieder verfügbar gemacht. Wenn es ausgegeben wurde, ist es halt weg, wenn der Account geknackt und das Geld an einen anderen Account verschickt wurde, gibts auch keine Hilfe (was ich persönlich etwas schade fand und auch immer noch finde) und auch wenn Geld an jemanden verliehen wurde, dass derjenige dann nicht zurückgeben will, wird ein Game Master auch nicht eingreifen. Geld kann übrigens nicht zerstört werden, daher würde bei der Wiederherstellung einer Summe X das Spielgleichgewicht gestört werden, und das versucht Blizzard durch diese Handhabung zu unterbinden.

Die einmalige Wiederherstellung war früher, als es das Spiel erst kurze Zeit gab, auch wirklich nur einmal verfügbar, heute, nach mehr als zwei Jahren Bestehen ist diese Regelung etwas abgeändert, so kann man meines Wissens nach jedes Jahr eine Wiederherstellung nutzen, verlasst oder beruft euch aber nicht auf mich, kann auch sein, dass ich mich da irre.

Grüße
Sebastian

Juli 26th, 2007 by Tanis

Wem ging es noch nicht so, eine Questreihe vor mehreren Monaten angefangen und dann für andere, damals wichtigere Aufgaben abgebrochen. Irgendwann später, sagen wir mal heute, will man diese Questreihe wieder aufnehmen und weiß nicht wo man aufgehört hatte, also schreibt man ein Ticket an den Livesupport und schon kurze Zeit später wird man einen Game Master im Chat haben.

Leider ist es nicht ganz so hilfreich, wie es sich der Spieler vielleicht erwartet, denn die Game Master sind dazu angewiesen, keinen “Direktsupport” bei Questfragen zu geben, was nicht heißen soll dass sie gar nicht helfen, aber sie werden recht sparsam mit ihren Hinweisen umgehen, um den Spieler auf den richtigen Weg zu bringen. Der Name von den jeweiligen NPCs wird dabei in den seltensten Fällen genannt und wie schon gesagt, sie winden sich im Chat nicht heraus, weil sie keine Lust, Zeit oder gar Spaß daran haben, den Spieler hinzuhalten, es ist einfach mal nicht so gedacht, das die Game Master Questhilfe leisten, denn wenn man einmal damit anfängt, würden dazu nur noch Tickets geschrieben werden, weil es zugegebenermaßen sehr bequem ist.

Neben Thotbott, als größte US Referenzseite zu WOW Quests, Items und vielem mehr, gibt es auch in Deutschland die eine oder andere Datenbank, ganz vorn zum Beispiel Buffed. Durch diese Seiten sollte es eigentlich nicht mehr notwendig sein, Tickets bei Questfragen zu schreiben, zumindest nicht, um den Punkt wieder zu finden, wo man ansetzen muß. Ein ganz anderer Fall ist es natürlich, wenn NPCs fehlen bzw. nicht dort sind, wo sie sein sollten oder die Quest scheinbar defekt ist.

Versucht also erstmal immer so viel wie möglich selbst zu “beheben”, bevor ihr die Götter in Blau bemüht. :)

Grüße
Sebastian

Juli 25th, 2007 by Tanis

Viele haben sich bestimmt oft gefragt, ob es überhaupt sinnvoll ist, in gerade diesem Fall ein Ticket zu schreiben, oftmals werden erstellte Tickets nicht zu der Zufriedenheit der Spieler beantwortet, oftmals ist es auch so, dass ein Game Master nichts tun kann. Das mag zwar für den Spieler erstmal so aussehen, das der Game Master nicht will oder keine Zeit für sein Problem hat, aber dem ist nicht so.

Es gibt verschiedene Beweggründe, ein Ticket zu öffnen, von der unschönen Behandlung durch andere Spieler, über verloren gegangene Gegenstände bis hin zu Problemen mit Quests oder Instanzen.

Grundsätzlich kann man sagen, dass die Game Master immer bemüht sind, zu helfen, aber es gibt Fälle, in denen greifen sie nicht ein, da sie entweder nicht die Mittel oder einfach nicht die Erlaubnis dazu haben. Bestes Beispiel, Gold verliehen und der, dem man es gegeben hat, will es nicht zurückgeben. Für den Spieler klarer Fall, wenn ich einen GM einschalte, muß er mir das zurückgeben. Dies ist aber ein Trugschluß, denn ein Game Master ist nicht dafür da, solche Spielerschummelein zu schlichten oder zu bestrafen.

Auch bei Questproblemen darf ein Game Master nur Hinweise geben, in den seltesten Fällen wird er Dir den Ablauf einer Quest erläutern oder Dir die Namen der NPCs nennen, zu denen Du als nächstes mußt und seien wir mal ehrlich, seid Buffed und Co. braucht man für Questprobleme keine Tickets mehr schreiben, es sei denn, der NPC taucht seit Ewigkeiten nicht mehr auf.

Bei technischen Problemen oder bei Accountsachen bringt es grundsätzlich nicht viel, sich an die GMs zu wenden, dafür gibt es den Account & Billing Support und den Technical Support.

Wie auch immer, es gibt sehr viele Themen, wegen denen Tickets geschrieben werden, was sich aber im Nachhinein als wenig sinnvoll erscheint. Was es für (mir bekannte) Fälle gibt und wo sich das Ticket schreiben lohnt und wo eher nicht, dazu schreibe ich noch den einen oder anderen Beitrag hier.

Grüße
Sebastian