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	<title>Tanis Weblog &#187; leute</title>
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		<title>Egoismus und Hektik einer Gro&#223;stadt</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 16:11:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tanis</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern am U-Bahnhof Ernst-Reuter-Platz kam mir die Idee f&#252;r diesen Blogbeitrag. Die Menschen sind vor allem in den Morgen- und Abenstunden sehr hektisch. In Berlin geh&#246;rt es ja im Grunde zum Bild der Stadt dazu, das die Menschen st&#228;ndig einer Bahn oder einem Bus in aller Eile hinterher st&#252;rmen, so als ob es die letzte M&#246;glichkeit zum gew&#252;nschten Zielort w&#228;re. Mir selbst ist nat&#252;rlich klar, dass man seine Zeit viel zu knapp bemessen oder zu voll packen kann, doch diese Hektik, die dadurch entsteht, kann keinesfalls gesund sein.</p>
<p>F&#252;r mich als recht ausgeglichenen Menschen ist es dann oft Anlass genug, einen Schritt langsamer zu laufen und bewusst dieser &#252;berall verbreitete Hektik entgegen zu wirken. Ob es jemandem auff&#228;llt? Sicher nicht, die Menschen haben ja keine Zeit mehr und sind oftmals dank <em>MP3-Player</em> oder <em>Mobiltelefon</em> zudem in einer ganz anderen Welt. Das Umfeld wird bewusst ausgeblendet, ich tue das ja schlie&#223;lich auch. </p>
<p>Zu dieser Schnelllebigkeit kommt auch der Egoismus, den jeder Mensch in sich tr&#228;gt und der auch bis zu einem gewissen Ma&#223; gesund ist. Was ich aber nicht verstehen kann ist der Umstand, in eine ziemlich volle Bahn zu steigen, und in der T&#252;r stehen zu bleiben. Schlie&#223;lich muss man die n&#228;chste Station ja wieder raus, dass weitere Menschen vor der T&#252;r stehen und nicht reinkommen, spielt dabei keine Rolle.</p>
<p>Da muss man erst laut werden und so fragte ich gestern mit gehobener Stimme, ob man nicht noch ein St&#252;ck weiter in die Mitte des Wagens durchr&#252;cken k&#246;nnen. Neben erschrockenen Blicken, was ich auf die allgemeine Redefaulheit zur&#252;ckf&#252;hre, kamen dann auch wie erwartet wie: &#8220;die n&#228;chste Bahn kommt doch gleich&#8221; oder &#8220;ich muss n&#228;chste Station aber wieder raus&#8221;. Missmutig machte man ein paar Leuten und mir Platz, dann konnte die U-Bahn losfahren.</p>
<p><strong><a href="http://www.berlin.de" target="_blank">Berlin</a></strong> ist eine hektische Stadt. Die Frage ist, ob man sich selbst der Hektik hingibt oder versucht, diese an sich abprallen zu lassen. Gelingen wird einem das sicher nie vollst&#228;ndig, aber mal nicht wie ein Verr&#252;ckter die Treppen hochzurennen, weil man gerade eine S-Bahn einfahren h&#246;rt, w&#228;re doch schon mal ein Anfang. Mehr Ruhe und Gelassenheit w&#252;rden sicher vielen von uns gut tun &#8230; inklusive meiner eigenen Person.</p>
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